Am letzten Spieltag des Kalenderjahres 2025 empfing der V. f. B. Schrecksbach die SG Brunslar/Wolfershausen zum Duell auf dem berüchtigten Hartplatz im Metzenbergstadion. Die Weichen für einen erfolgreichen Tag stellte bereits die „Zwote“ des VfB, die im Vorspiel die Reserve der SG mit einem dominanten 7:0 vom Platz fegte. Das Hauptspiel, geleitet vom Schiedsrichtergespann um Niklas Martin, sollte sich jedoch als deutlich umkämpfter erweisen.
Der VfB übernahm von Beginn an die Initiative und kontrollierte das Geschehen. Die Gastgeber drängten die SG in die eigene Hälfte, taten sich aber zunächst schwer, die Defensive zu knacken. Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe die Schrecksbächer ihre Überlegenheit zählbar machten: Eine als Flanke gedachte Bogenlampe segelte von der rechten Außenbahn gefährlich in Richtung langer Pfosten. SG-Schlussmann Moritz Kleinschmidt, der beim Abfangen der Hereingabe sichtlich Probleme hatte, konnte das Spielgerät nicht festhalten. Der Ball fiel etwa sieben Meter vor dem Tor zu Boden und wartete eine gefühlte Ewigkeit auf seinen nächsten Abnehmer, Hannes Jungklaus, der aus dem Rückraum nachgerückt steuerte Richtung Spielgerät und drosch den verwaisten Ball eiskalt zur verdienten 1:0-Führung ins freie Tor.

Der Treffer gab dem VfB weitere Sicherheit, doch in der 38. Minute folgte ein Dämpfer: Lukas Schwalm kam nach einem Zweikampf mit dem SG-Torwart unglücklich auf und viel zu Boden. Schwalm musste verletzungsbedingt das Feld verlassen. Dieser Bruch im Spiel der Schrecksbächer gab den Gästen kurz vor der Pause Auftrieb. Brunslar/Wolfershausen drückte nun kurzzeitig auf den Ausgleich. In der 43. Minute hatte der VfB Glück, als nach einem schnellen Angriff der Gäste nur das Aluminium den Einschlag verhinderte. Nur zwei Minuten später (45.) kam Lukas Tippel frei im Sechzehner zum Abschluss, doch VfB-Keeper Johannes Heipel verhinderte mit einer Glanzparade den Ausgleich und sicherte die knappe Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte der VfB an die dominante Anfangsphase an und hätte früh für klare Verhältnisse sorgen müssen. Bene Lang bekam eine scharfe Hereingabe perfekt auf den Fuß, schaffte es jedoch, den Ball aus fünf Metern über das Tor zu befördern. Besser machte es Jerome Kmoch in der 60. Minute. Aus gut 22 Metern fasste sich der Mittelfeldakteur ein Herz und zog ab. Der Ball flatterte unangenehm auf das Tor der Gäste zu. SG-Keeper Moritz Kleinschmidt erwischte einen rabenschwarzen Tag: Er bekam den aufsetzenden Ball nicht unter Kontrolle, ließ ihn durch die Hände gleiten und ins Tor zum 2:0 abprallen – die Vorentscheidung, so schien es.
Das Spiel schien entschieden, doch die SG Brunslar/Wolfershausen bewies Moral. In der 83. Minute kam es aus dem Nichts zum Anschlusstreffer. Den ersten Versuch konnte Johannes Heipel noch reaktionsschnell an den Pfosten lenken, doch beim Nachsetzen war Leon Vollwerk als Einziger zur Stelle und schob den Abpraller unbedrängt zum 2:1 über die Linie. In den Schlussminuten warfen die Gäste, nun mit Rückenwind, alles nach vorne. Es entwickelte sich eine hektische Schlussphase, in der Brunslar/Wolfershausen auf den Ausgleich drängte, jedoch zu keinen nennenswerten Chancen mehr kam. Im Gegenzug versäumte es der VfB, den Deckel endgültig draufzumachen. Weder Carlo Breves noch Daniel Petersohn oder Simon Bernhardt konnten in der Nachspielzeit aussichtsreiche Kontersituationen erfolgreich zu Ende spielen.
Am Ende blieb es beim verdienten 2:1-Heimsieg für den V. f. B. Schrecksbach, der sich den Sieg durch eine über 90 Minuten konstante Leistung verdient mit in die Winterpause nahm.
Bilder: Florian Trabner
Text: Marius Jäckel