Am Sonntagnachmittag mussten die "Blau-Weißen" des V. f. B. Schrecksbach eine bittere Heimniederlage hinnehmen. Trotz leidenschaftlichem Kampf unterlag die Elf von Cheftrainer Dominik Götze der FSG Gudensberg mit 0:2. Ein Doppelpack von Nick Siebert besiegelte das Schicksal der Hausherren im Metzenbergstadion.
Um Punkt 15:00 Uhr pfiff Schiedsrichter Yannik Pape die Partie an, und die Marschrichtung der Gäste wurde sofort deutlich. Die FSG Gudensberg übernahm vom Start weg die Initiative und dominierte die Anfangsminuten mit sicherem Passspiel und viel Ballbesitz. Die Hintermannschaft der Schrecksbächer um Keeper Heipel stand jedoch zunächst kompakt und ließ wenig zu, wurde allerdings immer wieder von den Gästen unter druck gesetzt.
In der 15. Spielminute bot sich den Fans im Metzenbergstadion dann der erste Aufreger – und fast die Führung aus heiterem Himmel für die Hausherren. Nach einer Balleroberung, leitete Dennis Huber den Konter ein und die Blau-Weißen schalteten blitzschnell um. Carlo Breves trieb das Leder mit viel Tempo durch das Mittelfeld und bewies Übersicht, als er einen perfekt getimten Steckpass in den Lauf von Daniel Lerch spielte. Lerch behauptete den Ball, und schloss direkt ab - verzog jedoch um Haaresbreite. Es war die Riesenchance, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen.
Trotz dieses Weckrufs blieb Gudensberg die spielbestimmende Mannschaft. Der VfB hatte sichtlich Mühe im kontrollierten Spielaufbau und sah sich immer wieder gezwungen, auf Kontersituationen zu hoffen. In der 24. Minute rächte sich die fehlende Entlastung auf bittere Weise: Gerade als der V. f. B. selbst einen vielversprechenden Spielzug vorgetragen hatte, schalteten die Gäste eiskalt um. Nicolas Heiderich tankte sich auf dem Flügel durch und bediente Nick Siebert im Fünfmeterraum, der nur noch den Fuß hinhalten musste – 0:1 aus Sicht der Gastgeber.
Nach dem Seitenwechsel bemühte sich das Trainergespann Dominik Götze und André Petersohn, das Team neu einzustellen. Das Spiel gestaltete sich nun ausgeglichener, wobei sich das Geschehen primär zwischen den Strafräumen abspielte. Hüben wie drüben fehlte in dieser Phase die letzte Präzision im Abschluss. Torchancen blieben bis zur Stundenmarke Mangelware, da beide Abwehrreihen die Räume eng machten.
Die Entscheidung fiel schließlich in der 68. Minute. In einer Situation, die fast wie eine Kopie des ersten Gegentreffers wirkte, schlug die FSG erneut eiskalt zu. Romeo Herbener bereitete vor, und wieder war es Nick Siebert, der im Zentrum goldrichtig stand und zum 0:2 vollstreckte. Ein psychologisch schwerer Schlag für die Schrecksbächer.
In der Schlussphase versuchte der V. f. B. noch einmal alles nach vorne zu werfen, doch die zündenden Ideen gegen die gut organisierte Defensive der Gudensberger fehlten an diesem Nachmittag. Während die Blau-Weißen keine gefährlichen Abschlüsse mehr verzeichnen konnten, blieb die FSG durch vereinzelte Offensivaktionen gefährlich. VfB-Schlussmann Heipel verhinderte mit einigen Paraden einen noch höheren Rückstand, doch am Ende blieb es beim verdienten, wenn auch aus Schrecksbächer Sicht schmerzhaften 0:2.
