Spielbericht zum 26. Spieltag gegen den TSV Mengsberg

An ersten Sonntagnachmittag im Mai erlebte der V.f.B. Schrecksbach einen herben Rückschlag im Kampf um die Punkte und gegen den Abstieg in der Gruppenliga. Trotz aussichtsreicher Gelegenheiten in der ersten Halbzeit mussten sich die Schützlinge von Dominik Götze am Ende deutlich mit 0:4 beim TSV Mengsberg geschlagen geben. Ein verschossener Elfmeter und ein eklatanter Abstimmungsfehler besiegelten eine Niederlage, die am Ende vielleicht um ein Tor zu hoch ausfiel, aber aufgrund der mangelnden Effizienz der „Blau-Weißen“ folgerichtig war.

Dabei begann die Partie für die Gäste vom Metzenberg durchaus verheißungsvoll. In der 15. Spielminute bot sich der „Ersten“ die Riesenchance zur Führung: Carlo Breves setzte sich mit einer starken Einzelleistung am Eck des Sechzehners durch und bewies das Auge für den mitgelaufenen Laurin Krämer. Dieser lauerte im Zentrum, bekam das Leder punktgenau serviert, verzog jedoch aus acht Metern völlig freistehend über den Querbalken. Es war die erste Warnung an die Hausherren, die jedoch ungenutzt blieb.

Nach einer halben Stunde übernahm der TSV Mengsberg zunehmend das Kommando auf dem heimischen Rasenplatz. Die Spielanteile verschoben sich zugunsten der Gastgeber, die nun mit Vehemenz auf den Führungstreffer drängten. In der 37. Minute war es dann soweit: Ein präziser Querpass durch den Schrecksbächer Strafraum fand am rechten Flügel Can Rommel. Völlig unbedrängt und mit viel Tempo konnte sich Rommel die Ecke aussuchen und ließ Johannes Heipel im Tor des V.f.B. keine Abwehrchance – 1:0 für Mengsberg. Kurz vor der Pause hätte Rommel sogar fast nachgelegt, als die Fans den Ball nach einer weiteren Großchance bereits im Netz sahen (42.).

Die dramatischste Szene der ersten Halbzeit spielte sich jedoch unmittelbar vor dem Seitenwechsel ab. Carlo Breves, der Aktivposten im Schrecksbächer Offensivspiel, wurde im Sechzehner unsanft von den Füßen geholt. Schiedsrichter Steffen Rabe zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Dennis Huber trat an, um den psychologisch wichtigen Ausgleich zu markieren. Doch die Nerven flatterten: Sein Schuss segelte gut zwei Meter über das Gehäuse. Statt mit einem Unentschieden ging es für die Götze-Elf mit einem Frusterlebnis in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich der V.f.B., das Spiel wieder offen zu gestalten, doch Mengsberg agierte an diesem Tag hocheffizient. In der 56. Minute schlug der TSV erneut zu. Johannes Prusa tankte sich auf links außen durch und legte den Ball flach und scharf in die Mitte. Dort bewies Pajtim Rama den größeren Willen, setzte sich gegen die Schrecksbächer Innenverteidigung durch und schob aus fünf Metern zum 2:0 ein.

Die Moral der Gäste war nun sichtlich angeknackst. Während die Blau-Weißen versuchten, irgendwie den Anschluss zu finden, kombinierten sich die Hausherren sicher durch die Reihen. In der 77. Minute folgte die Vorentscheidung: Nach einer feinen Ballstaffette im Strafraum der Gäste landete das Leder erneut bei Can Rommel. Diesmal zog er aus der zweiten Reihe mit dem Vollspann ab – ein satter Strahl, der mit „Vollgas“ zum 3:0 im Netz einschlug.

Den Schlusspunkt einer aus Schrecksbächer Sicht unglücklichen Partie setzte ein folgenschweres Missverständnis in der 80. Minute. Marlon Genth versuchte, einen Ball per Kopf zu seinem Torwart Johannes Heipel zurückzulegen. Das Zuspiel geriet jedoch viel zu kurz. Der lauernde Dennis Dorfschäfer antizipierte die Situation blitzschnell, schnappte sich das Leder vor dem herauseilenden Keeper und schob mühelos zum 4:0-Endstand ein.

Für den V.f.B. Schrecksbach war es ein Nachmittag zum Vergessen. Während man in der Anfangsphase und durch den Elfmeter die Chance hatte, dem Spiel eine andere Richtung zu geben, zeigte Mengsberg vor dem Tor keine Gnade. Die Fehlerquote in der Defensive und im Spielaufbau sowie die mangelnde Kaltschnäuzigkeit im Abschluss waren an diesem Tag die entscheidenden Faktoren.