Auf dem tiefen, rutschigen Rasen in der Pappelarena erwischte der VfB Schrecksbach einen denkbar schweren Start. Zwar übernahmen die Gäste bei anhaltendem Regen früh die Ballkontrolle, leisteten sich im Mittelfeld jedoch empfindliche Ballverluste. Das nutzte die Heimelf eiskalt aus: Nach einem Pass in die Sturmspitze griff die VfB-Defensive nicht energisch genug ein, sodass Paul Kröger Keeper Johannes Heipel umkurvte und zum 1:0 einschob. Zehn Minuten später wiederholte sich das Muster: Erneut verlor Schrecksbach im Zentrum den Ball, Kröger erlief das Zuspiel hinter die Abwehrkette und ließ Heipel im Eins-gegen-Eins keine Abwehrchance (2:0).

Der VfB steckte den frühen Dämpfer jedoch bemerkenswert schnell weg und erhöhte den Druck. Nach 25 Minuten eroberte Daniel Schwalm in der gegnerischen Hälfte entschlossen den Ball und steckte sofort durch. Jonas Brandner lauerte goldrichtig und verkürzte aus kurzer Distanz auf 2:1. Kurz darauf musste Riebelsdorfs Verteidiger Biniam Solomun nach einem harten Duell mit Janik Herndl verletzt vom Platz – ein Bruch im Spiel der Hausherren, die zusehends den Faden verloren. In der 34. Minute fasste sich Daniel Schwalm ein Herz und traf aus rund 18 Metern platziert neben den rechten Pfosten zum Ausgleich (2:2). Nur zwei Minuten später war die Partie vollends gedreht: Hannes Jungklaus trieb den Angriff über den Flügel voran, flankte maßgenau an die Sechzehnergrenze, und Brandner zirkelte das Leder per Direktabnahme zur 2:3 -Pausenführung ins Netz.

Kurz nach dem Seitenwechsel rettete Schlussmann Heipel mit einer starken Parade die Führung, als ein Raunen durch das heimische Publikum ging. Danach bestimmten jedoch wieder die Gäste das Geschehen. In der 57. Minute schlug Julian Schaub einen Eckball scharf vor das Tor; der nasse Ball setzte tückisch auf, Riebelsdorfs Abwehr verpasste, und Brandner lenkte das Spielgerät zum 2:4 und seinem dritten Treffer über die Linie. Wenig später nutzte Lukas Schwalm an der Sechzehnerkante eine Unsicherheit, spitzelte den Ball am Torhüter vorbei und schob lässig zum 2:5 ein. Luis Lerch krönte die Offensivleistung nach 79 Minuten mit einem sehenswerten Alleingang über die Außenbahn zum sechsten Treffer für den VfB (2:6). Der späte Treffer von Leon Schäfer kurz vor Schluss bedeutete für Riebelsdorf lediglich noch Ergebniskosmetik und den Endstand von 3:6.